Tibets Medizin

Es existieren einige Museen auf der Welt, die den Besuchern die Kunst und Kultur Tibets nahe bringen. Von großer Bedeutung in unserem Land ist das Museum für Asiatische Kunst, das sich im Museumszentrum in Berlin-Dahlem befindet. Ein weiteres Museum im deutschsprachigen Raum ist in Kärnten anzutreffen, wo das Heinrich-Harrer-Museum in Hüttenberg, das Leben sowie die Forschungsreisen Heinrich Harrers dokumentiert. Bemerkenswert ist die Tibet-Sammlung, denn Harrer reiste 1946 nach Lhasa, wo er nicht nur zum Lehrer und Berater des 14. Dalai Lamas sondern auch zum Freund wurde.

Ein weiteres Tibet Museum ist in der Stadt Dharamsala, in Indien, zu finden, wo sich auch die 1961 vom 14. Dalai Lama gegründete medizinische Fakultät befindet. In diesem Museum sind unter anderem einige Fotos ausgestellt, die die Lebensgeschichte einiger Tibeter dokumentieren. Gestiftet wurde das Museum 1998 zur Erinnerung an den Verlust der tibetischen Kultur sowie an die Tibeter, die bislang für ihr Land das Leben lassen mussten.

Eine sehr bemerkenswerte Sammlung von Masken, Ikonen, Statuen, Schreinen und weiteren Kunstwerken sind im Tibetologie-Institut Namgyal zu finden, welches sich ursprünglich auf die tibetische Traditionen, die tibetische Sprache sowie den Buddhismus spezialisiert hat. Dieses Museum befindet sich in Gangtok in Sikkim, einem indischen Teilstaat direkt an der tibetischen Grenze.

Ferner kann man in einem der größten Museen der Welt, im Chicagoer Filed Museum, im Rubin Museum of Art in Manhattan sowie im Jacques Marchais Museum of Tibetan Art etwas über Tibet, seine Kunst und seine Kultur erfahren. Das Kunstmuseum Asian Art in San Francisco beherbergt eine der bedeutendsten Kollektionen der Welt bezüglich asiatischer Kunst. Auch das Musée Guimet in Paris kann mit einer großen Sammlung asiatischer Kunstwerke aufwarten.

In Tibet selber, nämlich in der Hauptstadt Lhasa, befindet sich – ganz in der Nähe der ehemaligen Sommerresidenz des Dalai Lamas, dem Norbulingka-Palast - das Tibet Museum. Dieses ist eines der Projekte, die den Aufbau Tibets unterstützen. Es wurde 1999 anlässlich des 50. Gründungstages der Volksrepublik China aber auch des 40. Jubiläums der demokratischen Reform in Tibet eröffnet. Das Museum selber, das im tibetischen Baustil errichtet wurde, ist auf dem modernsten Stand der Technik - was die Überwachung und die Alarmsysteme anbelangt - sowie modern eingerichtet. Besucher erhalten eine Audio-Video-Führung in Tibetisch aber auch in Englisch, Japanisch oder Chinesisch.

Auf einer Fläche von etwas mehr als 53.000qm entfallen knapp über 10.000qm auf die Ausstellungsfläche. Es können rund 160.000 Exponate ausgestellt werden. Das Museum gliedert sich in vier Teile: ein Büroviertel, ein Viertel für Sitten und Gebräuche, eines für Landgutgebäude sowie natürlich die Museumshallen.